finnisch ist die geschichte eines kennen lernens im konjunktiv. ein kurzweiliges spiel mit den möglichkeiten und grenzen von kommunikation. „daneben liegen / mit einer bemerkung oder im bett / ist ja nicht dasselbe.“

ein junger mann wünscht sich nichts sehnlicher, als den kontakt zu einer frau. wir treten in das leben von „junger mann“, während dieser ein paket erwartet. er hat es sich selbst geschickt! um der postbotin dieses lächeln, in das er sich doch so verliebt hat, abzugewinnen und sie vielleicht anzusprechen. ganz normal!
christian mark nimmt uns mit auf eine reise in die vorbereitungen und gedanken des jungen mannes, in sein ich. er malt sich wieder und wieder diese kommende begegnung aus, spielt alle eventualitäten des ersten „hallos“, des ersten kusses und der ersten berührung durch, hüpft gedankenverloren von der eigenen vergangenheit in die mögliche zukunft, strickt mal philosophisch, mal kabarettistisch, mal nachdenklich ein literarisches gesamtkunstwerk bis die sehnsüchtig erwartete türglocke die lange jonglierte entscheidung auf den punkt zwingt…
wider aller komik wird ein ernster blick auf unsere von leistungsdruck und vereinsamung geprägte gesellschaft geworfen. den zuschauer erreicht das auf und ab der gefühle ebenso, wie es der junge mann in seinen gedanken durchlebt. lachen und weinen sind so nah beieinander. eine inszenierung, die eben über dieses innenleben eines vereinsamten menschen und die gesellschaft, die ihn – die uns – umfasst, viel zu denken gibt.

autor: martin heckmanns / österreichischer bühnenverlag
regie: constantin von thun
darsteller: christian mark

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