satzung

§1 name und sitz des vereins
(1) der verein führt den namen art der stadt e. v. – im folgenden verein genannt -.
(2) der verein hat seinen sitz in gotha und ist im vereinsregister eingetragen.
(3) das geschäftsjahr ist das kalenderjahr.
§2 ziel und zweck
(1) hauptziel ist die schaffung sowie dauerhafte nutzung eines basiskulturellen zentrums für junge künstler, kunstbegeiterte kinder, jugendliche, junge erwachsene sowie alle anderen altersgruppen. angebote und aktivitäten des vereins sollen unabhängig der direkt angesprochenen altersgruppen auch einen generationsübergreifenden anspruch verfolgen. der verein schafft angebote und bietet projekte zur kreativen verwirklichung und partizipation von kindern, jugendlichen und jungen erwachsenen an. workshops, theatertage, gastspiele von gruppen aus anderen regionen, lesungen und ausstellungen ergänzen das angebot. die angebote sollen eine sinnvolle alternative zur flut kommerzieller bzw. isolierender freizeitangebote, aber auch zu perspektivlosigkeit, langeweile und drogenmissbrauch bieten. die angebote sollen niederschwellig sein. veranstaltungen sollen möglichst zu jugendgerechten preisen angeboten werden. bereits vorhandene projekte und initiativen, insbesondere auf den gebieten der kunst in schulen, jugendeinrichtungen und vereinen, sollen unterstützt werden.
(2) der verein verfolgt mit seiner arbeit einen soziokulturellen anspruch. er unterstützt u.a. die entwicklung demokratischer teilhabe und versteht sich als ort, der menschen zum sein und selbsttätigwerden einlädt. die einfache „begegnung“ ist bereits quell und chance, künstlerische auseinandersetzung zu initiieren und menschen zusammenzuführen. durch das in berührung kommen mit alternativen bzw. varianten des denkens und lebens werden positive soziale effekte provoziert. selbst- und fremdreflexion gelten als unabdingbare instrumente innerhalb aller werkstatt- und produktionsprozesse. „reibung“ und „scheitern“ sind notwendiger teil von lebens- und reifeprozessen. sie werden als willkommene chance sozialer und künstlerischer auseinandersetzung begriffen. anspruch des vereins ist immer, pädagogisch wertvolles arbeiten und künstlerisch anspruchsvolle ergebnisse wechselwirkend miteinander zu verbinden. aktive teilhabe sowie die freiwillige übernahme von verantwortung sind grundprinzipien der tätigkeit und organisation des vereins. mündige menschen, die ihr leben und lebensumfeld gestalten, sind ziel der arbeit.
(3) der verein strebt an, beim erwerb von lebensmitteln und ausstattung so häufig wie möglich auf produkte zurückzugreifen, deren produktionsweise nicht auf ausbeutung der produzierenden und der natürlichen ressourcen beruht, und verhält sich im alltag selbst ressourcenschonend. er versucht zugleich das bewußtsein für nachhaltigen konsum zu schärfen.
(4) anspruch der arbeit des vereins ist die selbstverständliche einbeziehung aller (inklusion), ungeachtet ihrer geschlechtsidentifikation, sexuellen orientierung oder persönlichen unterstützungsbedürfnisse und unabhängig von körperlichen, kognitiven, sozialen, finanziellen oder ethnischen unterschieden. die förderung und unterstützung benachteiligter bzw. exkludierter menschen verfolgt das ziel der gleichberechtigten teilhabe aller.
(5) der verein ist träger des kinder-, jugend- und amateurtheaters „theater der stadt“. er organisiert veranstaltungen auf dem gebiet des schul-, jugend- und amateurtheaters und engagiert sich innerhalb der schuljugendarbeit.
(6) der verein ist träger von kunst- und kulturinitiativen der bereiche theater, film, bildende kunst, fotografie sowie literatur und musik. er versteht sich als podium sowie als eigeninitiative.
(7) der verein strebt den aufbau und die etablierung eines professionellen theaterensembles an. er ist träger des freien profiensembles „kollektiv schluß mit ohne“.
§3 die gemeinnützigkeit
(1) der verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige zwecke im sinne des abschnittes
“steuerbegünstigte zwecke” der abgabeordnung in der jeweils gültigen fassung.
(2) der verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster linie eigenwirtschaftliche ziele.
(3) mittel des vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen zwecke verwendet werden. die mitglieder erhalten in ihrer eigenschaft als mitglied keine zuwendungen aus mitteln des vereins. vereinsämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. der vorstand kann aber bei bedarf eine vergütung nach maßgabe einer aufwandsentschädigung im sinne des § 3 nr. 26a EStG beschließen.
(4) es darf keine person durch ausgaben, die dem vereinszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe vergütung begünstigt werden.
§4 mitgliedschaft
(1) mitglied des vereins kann jede natürliche oder juristische person werden, die vorstehende ziele anerkennt.
(2) über den schriftlich zu stellenden aufnahmeantrag entscheidet der vorstand. die ablehnung eines solchen bedarf keiner begründung. für minderjährige mitglieder gilt die unterschrift der/des gesetzlichen vertreter/s auf dem antrag.
(3) zum ehrenmitglied können mitglieder ernannt werden, die sich in besonderer weise um den verein verdient gemacht haben. hierfür ist ein beschluß der mitgliederversammlung erforderlich. nichtmitglieder können mit beschluß der mitgliederversammlung oder des vorstands zum ehrenmitglied ernannt werden, wenn es sich um personen handelt, die durch ihr künstlerisches oder gesellschaftspolitisches engagement auf außergewöhnliche weise fragen nach der freiheit, den grundrechten, der unabhängigkeit, der demokratie und teilhabe sowie der zivilcourage und dem zivilen ungehorsam aufwerfen und somit den gesellschaftlichen diskurs bereichern. diese ehrenmitglieder müssen die ehrenmitgliedschaft annehmen, damit sie wirksam wird.
(4) die mitgliedschaft im verein erlischt durch kündigung, ausschluß, erlöschen der rechtsfähigkeit bei juristischen personen, tod oder bei auflösung des vereins. die kündigung ist dem vorstand schriftlich zu erklären, sie ist mit einer frist von mindestens drei monaten zum ende des geschäftsjahres einzureichen. der ausschluß eines mitgliedes mit sofortiger wirkung kann durch den vorstand erfolgen. als gründe gelten insbesondere vereinsschädigendes verhalten, aber auch die nichterbringung von leistungen oder beiträgen. gegen den ausschluß kann das mitglied die mitgliederversammlung anrufen. diese entscheidet endgültig. das mitglied ist zu der versammlung einzuladen und anzuhören. hierfür ist eine frist von vier wochen festgesetzt.
(5) bei beendigung der mitgliedschaft, gleich aus welchem grund, erlöschen alle ansprüche. eine rückgewähr von beiträgen, spenden und sonstigen unterstützungsleistungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. der anspruch des vereins auf rückständige beitragsforderungen bleibt hiervon unberührt.
(6) mitglieder des vereins, welche als natürliche person ihre mitgliedschaft erlangen, haben einfaches stimmrecht.
(7) mitglieder des vereins, welche als juristische person ihre mitgliedschaft erlangen, berufen namentlich maximal zwei natürliche personen (interessenvertreter), welche gemeinsam mit einem einfachen stimmrecht die juristische person vertreten.
(8) mitglieder des vereins, welche als natürliche person ihre mitgliedschaft erlangen, haben bei allen angebotenen veranstaltungen des vereins anspruch auf entsprechende ermäßigung.
(9) mitglieder haben das recht, gegenüber dem vorstand und der mitgliederversammlung anträge zu stellen.
(10) in der mitgliederversammlung kann das stimmrecht nur persönlich ausgeübt werden.
(11) die mitglieder sind verpflichtet, den verein und den vereinszweck – auch in der öffentlichkeit – in ordnungsgemäßer weise zu unterstützen.
§5 mitgliedsbeiträge
die höhe der mitgliedsbeiträge wird durch die mitgliederversammlung beschlossen. festgesetzte jahresbeiträge werden bei eintritt für das laufende geschäftsjahr fällig. es gilt die jeweilige beitragsordnung.
§6 organe des vereins
die organe des vereins sind: I. die mitgliederversammlung & II. der vorstand
I. die mitgliederversammlung:
(1) oberstes organ ist die mitgliederversammlung.
(2) die mitgliederversammlung stellt die richtlinien für die arbeit des vereins auf und entscheidet fragen von grundsätzlicher bedeutung. zu den aufgaben der mitgliederversammlung gehören insbesondere: • wahl und abwahl des vorstands • beratung und beschlußfassung über anträge • beschlußfassung über den jahresabschluß • entgegennahme des tätigkeitsberichtes des vorstands • erlaß der beitragsordnung, die nicht bestandteil der satzung ist • beschlußfassung über die übernahme neuer aufgaben oder den rückzug aus aufgaben seitens des vereins • satzungsänderungen sowie die auflösung des vereins • ggf. beschlußfassung über den jahreshaushaltsentwurf • beschluß eines leitbildes
(3) zur mitgliederversammlung wird vom vorstand unter angabe der vorläufigen tagesordnung mindestens zwei wochen vorher schriftlich eingeladen. sie tagt so oft es erforderlich ist, in der regel einmal im jahr.
(4) außerordentliche mitgliederversammlungen haben stattzufinden, wenn der vorstand dies im vereinsinteresse für notwendig hält oder dies auf schriftlichen antrag von mindestens 1/4 der stimmberechtigten mitglieder unter angabe der gründe beantragt wird.
(5) einberufene mitgliederversammlungen sind grundsätzlich ohne rücksicht auf die anzahl der erschienenen mitglieder beschlußfähig. über den ablauf einer jeden versammlung ist ein protokoll zu führen, das vom versammlungsleiter und protokollführer zu unterzeichnen ist.
(6) die mitgliederversammlung soll ihre beschlüsse einmütig fassen. ausgenommen hiervon ist die wahl des vorstands. diese kann mit 2/3 mehrheit vollzogen werden. alle anderen beschlussvorlagen sollen so lange erörtert und beraten werden, bis eine übereinstimmung in den zu entscheidenden fragen erzielt ist. methodisch finden hier das konsent-entscheidungsverfahren bzw. das systemische konsensieren anwendung. im falle der konsent-entscheidung, eine mehrheitsentscheidung herbeizuführen, bedarf es einer 2/3 mehrheit der anwesenden mitglieder.
(7) darüber hinaus kann die mitgliederversammlung einen jugendbeirat aus minderjährigen mitgliedern für die dauer von einem jahr berufen. er übernimmt für den vorstand beratende funktion.
II. der vorstand:
(1) der vorstand besteht aus mindestens drei bis maximal sieben mitgliedern des vereins.
(2) der vorstand gibt sich eine geschäftsordnung.
(3) der vorstand führt die laufenden geschäfte des vereins selbständig nach allgemeinen anweisungen der mitgliederversammlung. er ist berechtigt zur führung der laufenden geschäfte eine/n geschäftsführer/in anzustellen. der vorstand kann einen jahreshaushaltsentwurf erstellen und kann ggfls. für teile des vereinsbetriebs allgemeine geschäftsbedingungen formulieren.
(4) der vorstand soll seine beschlüsse einmütig fassen. beschlussvorlagen sollen so lange erörtert und beraten werden, bis eine übereinstimmung in den zu entscheidenden fragen erzielt ist. methodisch finden hier das konsent-entscheidungsverfahren bzw. das systemische konsensieren anwendung. im falle der konsent-entscheidung, eine mehrheitsentscheidung herbeizuführen, bedarf es einer 2/3 mehrheit der anwesenden mitglieder. vorstandssitzungen sind nicht öffentlich. über diese sind protokolle zu fertigen.
(5) jeweils zwei vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten den verein nach außen. hiervon abweichende vertretungs- bzw. vollmachtserklärungen werden intern geregelt.
(6) die vorstandsmitglieder werden von der mitgliederversammlung für die dauer von einem jahr gewählt. eine wiederwahl des vorstands ist zulässig. der vorstand bleibt in jedem fall bis zur neuwahl im amt.
(7) der vorstand legt der mitgliederversammlung einmal im jahr rechenschaft ab.
§7 kassenprüfung (revision)
(1) in der mitgliederversammlung sind zwei kassenprüfer für die dauer von einem jahr zu wählen,
die nicht dem vorstand angehören dürfen.
(2) kassenprüfer haben die aufgabe, rechnungsbelege sowie deren ordnungsgemäße ver­buchung und die mittelverwendung zu prüfen, als auch den kassenbestand festzustel­len.
(3) die prüfung bezieht sich nicht auf die zweckmäßigkeit der vom vorstand genehmigten ausgaben.
(4) die kassenprüfer haben in der mitgliederversammlung das ergebnis der kassenprüfung offen darzulegen.
§8 auflösung des vereins
(1) die auflösung des vereins ist durch beschluß der mitgliederversammlung mit 2/3 mehr­heit herbeizuführen.
(2) bei auflösung des vereins oder bei wegfall steuerbegünstigter zwecke fällt das vereins­vermögen, das nach abwicklung sämtlicher verbindlichkeiten verbleibt, an den thürin­ger theaterverband e.v. (steuer-nr.: 161 142 24360; vereinsregister-nr.: 346/ amtsgericht rudolstadt) mit der auflage, die mittel ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige aufgaben der soziokulturellen jugendarbeit zu verwenden. vor durchführung ist das fi­nanzamt hierzu zu hören. privat eingebrachtes vermögen geht an die eigentümer zu­rück.
(3) wird mit der auflösung des vereins nur eine änderung der rechtsform oder eine ver­schmelzung mit einem gleichartigen anderem verein angestrebt, so dass die unmittel­bare ausschließliche verfolgung des bisherigen vereinszwecks durch den neuen rechts­träger weiterhin gewährleistet wird, geht das vereinsvermögen auf diesen über.
§9 urheberrechte / logo / layout
(1) das vereinslogo sowie andere erstellte logos & layouts sind eigentum des vereins und dürfen nur zweckdienlich genutzt werden. dies gilt ebenso für die innerhalb der vereinstätigkeit erstellten entwürfe, werbeträger, konzeptionen und produkte, wie für texte so­wie musik, oder andere mediale produkte, insbesondere im hinblick auf deren verwen­dung und vermarktung.
(2) der verein behält sich das veröffentlichungsrecht für foto- und videoaufnahmen, die im zusammenhang der vereinstätigkeit erstellt werden können, vor.
(3) der verein verzichtet auf die großschreibung.
§10 gerichtsstand
(1) gerichtsstand und erfüllungsort ist der sitz des vereins.
(2) vorstehender satzungsinhalt wurde am 18. märz 2018 in der mitgliederversammlung beschlossen. sie tritt mit zeitpunkt der eintragung in das vereinsregister des amtsge­richtes gotha in kraft.
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